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Katzenprobleme und Problemkatzen

Katzenprobleme und Problemkatzen

Es ist noch nicht allzu lange her, da galten Katzen als reinliche Einzelgänger, die mehr am Haus als am Menschen hängen. Mittlerweile entdecken wir zunehmend ihre Fähigkeit, mit Artgenossen, Hunden und Menschen zusammenzuleben und enge Beziehungen zu knüpfen. Aber was der einen Katze gefällt und gut tut, lässt eine andere die Flucht ergreifen, angreifen, ein Bächlein hinterlassen oder sich das Fell ausrupfen oder noch anders reagieren; Katzen sind Individualisten.

Erstaunlich viele Probleme im Zusammenleben mit Katzen lassen sich durch Änderungen im Umgang oder in ihrem Lebensraum lösen. Andere sind schwieriger, entweder schwerer zu finden oder mit einigem Aufwand zu beheben oder – das sage ich nach 25 Jahren Beratungserfahrung – gar nicht.

Der Schlüssel für eine optimale Beratung ist eine genaue Verhaltensanalyse, um die individuellen Eigenschaften bzw. die Persönlichkeit der Katze zu erfassen. Und Empathie für alle Beteiligten, weil Gefühle bei solchen Problemen immer eine große Rolle spielen. Beides setze ich gerne ein.

Es gibt auch erstaunlich viele Probleme, die Katzen bereiten können – und viele, unter denen Katzen leiden. Die häufigsten Beratungen betreffen die Themen Unsauberkeit und Harnmarkieren, Furcht und Ängstlichkeit sowie aggressives Verhalten und Unverträglichkeit, meistens mit ihresgleichen. Dazu finden Sie gleich hier allgemeine Infos, aber auch Antworten auf häufige Fragen.

Unsauber?

Unsauber?

Das Absetzen von Harn oder Kot an ungeeigneten Stellen wird oft als Unsauberkeit bezeichnet. Es ist das häufigste Problem, mit dem Katzenhalter Experten aufsuchen, und auch eines der schwierigsten, da dieses Verhalten viele Ursachen haben kann. Gleiches gilt für Harnmarkieren, das zur Kommunikation gehört, aber nicht immer leicht vom Harnabsatz zu unterscheiden ist.

Angst, Furcht, Stress

Angst, Furcht, Stress

Angst und Furcht sind allgemein sehr hilfreiche Emotionen, die damit verbundenen Reaktionen wie Abwehr oder Flucht bewahren die Katze vor Schaden. Gelegentlich entwickeln Katzen jedoch Aversionen oder Phobien vor eigentlich harmlosen Ereignissen oder Lebewesen oder Objekten, die sich wie bei Menschen hartnäckig halten und unnötigen Stress verursachen.

Unverträglichkeit mit Artgenossen

Unverträglichkeit mit Artgenossen

Hauskatzen sind in der Lage, friedlich miteinander zu leben und sogar derart gute Freunde zu sein, dass sie lange trauern, nachdem sie ihren Lebenspartner verloren haben. Leider kenne ich bei Katzen auch völlig entgegengesetzte Einstellungen: sie bekämpfen sich bis aufs Blut, wenn sie sich nicht aus dem Weg gehen können.

Aggression

Aggression

Beim Thema Hauskatzen denkt wohl kaum jemand an Aggression, obwohl jeder weiß, dass die kleinen Samtpfoten auch kratzen und beißen können. Die "Ziele" können Artgenossen sein, aber auch Menschen und Hunde. Die Hintergründe für diese Verhaltensmuster sind vielfältig, aber Bösartigkeit zählt nicht dazu.

Kratzen an Möbeln, Türen, Teppichen, ...

Kratzen an Möbeln, Türen, Teppichen, ...

Das Kratzen oder Krallen-wetzen gehört zu Körperpflege und Markieren, ist also natürliches Verhalten. Dabei werden die Krallen der Vorderpfoten gepflegt und funktionstüchtig gehalten und das Revier mit dem Geruch ihrer Pfoten markiert. Krallen kommen beim Rennen und Klettern zum Einsatz, aber auch beim "Nahkampf" mit Artgenossen, Beutetieren und Spielzeugen.

Spiel mit der Beute

Spiel mit der Beute

Erwachsene Wildkatzen und verwilderte Hauskatzen spielen nicht mit ihrem Essen. Sie fangen je nach Größe etwa 3-20 Beutetiere pro Tag, töten und verspeisen sie. Durch die häufigen Jagderfolge wird ihre Motivation zum Fangen und Töten auf einem "normalen Niveau" gehalten. Gut versorgte und kastrierte Hauskatzen haben deutlich mehr Zeit, auch für ein Spiel mit der Beute.

Mäuse im Haus

Mäuse im Haus

Warum bringt die Katze oft Mäuse ins Haus? Wildkatzen und verwilderte Hauskatzen verspeisen ihre Beute normalerweise direkt vor Ort. Katzenmütter bringen Mäuse zu ihren Jungen, wenn diese mit etwa vier Wochen feste Nahrung fressen können. Auch kastrierte Kätzinnen und Kater bringen Beutetiere ins Haus, vor allem wenn sie mit einer Katzenklappe eine eigene Türe besitzen.

Vogeljagd

Vogeljagd

Kann man Katzen von der Vogeljagd abhalten? Als perfekte Jäger unterscheiden Katzen nicht zwischen guter und schlechter Beute, zwischen schützenswerten und schädlichen Tieren. Sie können sicher eine Schwalbe von einer Wühlmaus unterscheiden, aber sie sehen in beiden eine potenzielle Beute – ohne jegliche menschliche, moralische und ethische Bedenken.

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