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Fressen

Katzen gehören zu den Carnivoren, sind also Fleischfresser. Für ihre Ernährung nutzen frei lebende und jagende Katzen ein breites Beutespektrum von Insekten bis zum Kaninchen, die meist komplett verzehrt werden, also nicht nur mit Haut und Haar, sondern auch samt Innereien. 

Katzen fressen Hühnerherzen

Eine Fütterung nur mit reinem Muskelfleisch ist für die carnivoren Feliden keine ausgewogene Ernährung, v.a. weil das ungünstige Calcium-Phosphor-Verhältnis bei der Katze zur Niereninsuffizienz führen kann. Bis etwa 1/4 der Tagesration kann eine gesunde Katze allerdings problemlos davon fressen. Auch menschliche Essensreste sind für Katzen ungeeignet, sowohl wegen der ungünstigen Zusammensetzung als auch der Gewürze. 

Pflanzliche Nahrung  

Katzen fressen gelegentlich auch Gräser, jedoch nur in geringen Mengen: lange Halme zur Reinigung des Magens sowie frische Grasspitzen mit ihren Spurenelementen und Vitaminen als Nahrungsergänzung. Eine vegetarische Vollernährung ist für Katzen ungeeignet und gesundheitsschädlich.

Die Mahlzeiten

Da die Beute der Katzen z.B. im Vergleich zu denen von Wölfen sehr klein ist, nehmen Katzen innerhalb von 24 Stunden 3-20 Mahlzeiten zu sich. Eine stark restriktive Fütterung, etwa nur ein oder zwei Mal täglich, kann zu Verhaltensauffälligkeiten führen, z.B. Aggression – Hunger kann aggressiv machen. Ständig verfügbares Futter entspricht ihrer Natur, kann aber, v.a. in Verbindung mit Langeweile, die Entstehung von Übergewicht fördern. Das Fütterungsmanagement sollte also auf die Bedürfnisse jeder Katze bzw. aller Katzen im Haushalt abgestimmt werden.

Das Fressen

Beutetiere und größere Fleischbrocken zerteilen Katzen mit ihren Reißzähnen, vergrößerten Vorbacken- und Backenzähnen, die wie eine Schere wirken – die langen, vorderen Eckzähne werden oft fälschlicherweise als Reißzähne bezeichnet, sie heißen aber Canini oder Fangzähne. Um diese Brechschere einzusetzen, legen Katzen zum Abbeißen ihren Kopf zur Seite. Zum Fressen etwa einer Maus beginnen Katzen an deren vorderem Ende, Kopf oder Schulter. Informationen über die Ausrichtung der Beute sowie etwaiger Bewegungen erhalten sie durch ihre Vibrissen ("Schnurrhaare"). Größere Beute wird gelegentlich nur teilweise verzehrt, schon bei mittelgroßen Mäusen bleibt unappetitlicherweise oft der Magen, gelegentlich auch Därme, Extremitäten oder die meist hintere Hälfte der Mahlzeit übrig.

Gutes Katzenfutter

Qualitativ hochwertiges Katzenfutter erkennt man an einem sehr hohen Fleischanteil, nahezu 100%, und ist mit lebenswichtigen Zusatzstoffen (Aminosäuren wie Taurin, Vitaminen und Mineralstoffen) versehen. Trockenfutter eignet sich hervorragend zur Beschäftigung der Katze. Als ausschließliche Nahrung kann es in Verbindung mit einer geringen Flüssigkeitszufuhr allerdings ebenfalls gesundheitliche Probleme begünstigen, z.B. Nieren- und Blasenerkrankungen. Produktempfehlungen gebe ich nicht ab, weil Katzen jedes Futter sehr unterschiedlich akzeptieren und auch vertragen. Das BARFen, die Biologisch Artgerechte Rohfütterung, wird immer häufiger eingesetzt. Die Katze damit gesund zu ernähren, ist aber nicht leicht, man braucht einige Kenntnisse über Katzenernährung und Nahrungszusammensetzung.

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